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Österreich: Die Wirtschaftskammer stellt sich gegen ein Automatenverbot

SpielautomatenverbotEnde 2014 läuft in Österreichs Hauptstadt Wien die Gesetzesgrundlage für neue Geräte im Rahmen des sogenannten kleinen Glücksspiels aus. Ein neues Landesgesetz will die rot-grüne Wiener Regierung nicht beschließen. Dies kommt einem Automatenverbot gleich. Wie „vienna.at“ heute berichtet, stellt sich die Wirtschaftskammer jetzt dagegen. Der Obmann der Tourismussparte, Josef Bitzinger, fordert, dass auch nach dem Auslaufen des sogenannten kleinen Glücksspiels Ende 2014 wie in Oberösterreich einarmige Banditen in Gasthäusern und Spielsalons weiterhin aufgestellt werden dürfen, da diese Einzelaufstellungen für viele Betriebe im Bereich Gastronomie überlebenswichtig seien.

Wien entgeht die Vergnügungssteuer und illegales Spielen nehme zu

Des Weiteren wies Bitzinger laut „vienna.at“ auf die Tatsache hin, dass der Stadt zirka 60 Millionen Euro an Vergnügungssteuer in der Kasse fehlen würden. Er führte weiter aus, dass Wien eine „Regelungslücke“ drohe, wodurch das illegale Glücksspiel noch zunehmen werde. Obwohl aufgrund einer Gesetzesnovelle das Automatenspiel in Österreich nicht mehr Ländersache, sondern im Bundes-Glücksspielgesetz (GSpG) geregelt ist, können die Länder jedoch wie bisher selbst entscheiden, ob sie es erlauben und unter Umständen Lizenzen vergeben wollen. Künftig soll es in Wien keine Glücksspielautomaten mehr außerhalb von Spielbanken geben. Dafür bekommt Wien nächstes Jahr zwei neue Vollkasinos.

Branchenkenner glauben nicht an eine Veränderung

In der Realität wird sich wohl nicht viel verändern, vermuten Branchenkenner, da in den Spielesalons, die es, wenn es nach dem Willen des Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ) geht, zukünftig nicht mehr geben soll, oft auch Sportwetten angeboten werden, die in Österreich nicht als Glücksspiel gelten.

Foto: flickr.com/Daniel Zimmel

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